Curcumin könnte zur Parkinson-Prävention beitragen

Die Parkinson-Krankheit ist eine chronisch-degenerative Erkrankung, bei Nervenzellen und ihre Ausläufer in bestimmten Teilen des Gehirns absterben. Rund 150 bis 200 von 100.000 Menschen erkranken an Parkinson. Jährlich werden etwa 75.000 neue Fälle in Europa diagnostiziert. Zwar betrifft Morbus Parkinson mehrheitlich Menschen über 60 Jahren, sie kann jedoch auch in jüngeren Jahren auftreten. Die Parkinson-Forschung untersucht derzeit eine Reihe an Vital- und Phytostoffen, die in der komplementären Behandlung eine Rolle spielen könnten.

Curcumin, eine im Gewürz Kurkuma (Curcuma longa) enthaltene Pflanzenverbindung, verhindert die Verklumpung von Eiweißmolekülen und könnte in der Parkinson-Behandlung und Vorbeugung künftig eine Rolle spielen. Das haben Basir Ahmad und seine Kollegen von der Michigan State University in einer im Journal of Biological Chemistry veröffentlichten Studie herausgefunden.

Wie die Parkinson-Forschung der letzten Jahre offenbarte, bilden so genannte Alpha-Synuclein-Proteine ​​im Gehirn durch Aggregation (Verklumpen) die erste Stufe bei der Entstehung von neurodegenerativen Erkrankungen wie der Parkinson- und Alzheimer-Erkrankung. Winzige Eiweiß-Verklumpungen setzen sich inmitten der Gehirnzellen ab. Stauen sich diese Verdickungen massiv an den Nervenenden, den Synapsen, wo die Signalreiz-Weiterleitung stattfindet, kommt es zum Verlust von Nervenverbindungen. Die Folge ist ein kontinuierlicher krankhafter Abbau von Nervenzellen, der zu schleichenden Ausfallerscheinungen führt. Neben der Parkinson-Erkrankung sind auch bestimmte Demenzformen (z. B. Alzheimer-Demenz) von diesen Eiweißablagerungen gekennzeichnet. Weiterlesen