Alfalfa

Alfalfa (Medicago sativa): Reichhaltige Pflanze mit hohem Anteil an Saponinen

Beschreibung

Alfalfa ist die aus dem Arabischen stammende Bezeichnung für die bei uns bekannte Pflanze Luzerne (Medicago sativa). Alfalfa ist eine reichhaltige Pflanze, die durch ihre Vielfalt an Inhaltsstoffen sowohl als natürliche Nährstoffquelle, Immunstimulans und als Tonikum (Stärkungsmittel) dient als auch prophylaktischen und therapeutisch eingesetzt wird.
Die Pflanzenstoffe, primär die zu 3 % enthaltenen Saponine, senken erhöhte Blutfettwerte, fördern die Verdauung, steuern klimakterischen Beschwerden entgegen, und besitzen stark antibiotische, entgiftende und entwässernde Eigenschaften.

Anwendungsbereiche und Wirkungen

Anwendungsbereiche
Alfalfa wird wegen seiner allgemein gesundheitsstärkenden Wirkungen und als Kräftigungsmittel (Tonikum) eingesetzt sowie bei/zur

• Entgiftung
• Entwässerung (Vorbeugung von Wassereinlagerungen)
• Diabetes mellitus
• arthritische Erkrankungen
• Störungen im Magen-Darm-System: Bauchschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Reizdarm
• Herz-Kreislauf-Erkrankungen: erhöhte Blutfettwerte, Arteriosklerose, Bluthochdruck,
• Nervenerkrankungen: Demenz, Morbus Parkinson
• klimakterischen Beschwerden
Wirkungen
Senkung erhöhter Cholesterin- und Blutfettwerte
Alfalfa kann das Ausmaß einer bestehenden Arteriosklerose verringern sowie deren Entstehung vorbeugen. Der Grund hierfür liegt in den enthaltenen Saponinen. Diese hemmen die Cholesterinaufnahme im Darm und erniedrigen das Verhältnis von Gesamt- und LDL-Cholesterin zu HDL-Choelsterin. Weiterhin erhöhen die Steroide (z.B. Beta-Sitosterin) die Ausscheidung von fettähnlichen Substanzen und cholesterinhaltigen Gallensäuren im Stuhl.

Verdauung

Alfalfa fördert die Verdauungstätigkeit. Die Saponine stimulieren die Aktivität der Lipase, einem wichtigen Verdauungsenzym. Alfalfa hat sich bei Magenbeschwerden, Appetitlosigkeit, Blähungen und Bachkrämpfen bewährt.

Entgiftung, Entwässerung und Säure-Basen-Ausgleich
Die Saponine des Alfalfas besitzen die Eigenschaft, die Leber bei der Entgiftung, der Neutralisation und Ausscheidung von Giftstoffen, zu unterstützen und Nieren und Leber zu entlasten. Sie dienen gleich einem „biologischen Putzmittel“ zur Reinigung des Körpers, da sie toxische Stoffe im Darm binden und ausscheiden können. Die Pflanzenstoffe des Alfalfa wirken zudem harntreibend (entwässernd) und können ein leicht gestörtes Säure-Basen-Gleichgewicht wieder ausgleichen.

Hormonelle Wirkungen
Im hormonellen Regelsystem wirkt Alfalfa zweifach:
Das Phytoöstrogen Coumestrol besitzt die höchste östrogene Aktivität von allen bisher bekannten Pflanzenhormonen. Bei klimakterischen Beschwerden hat sich Alfalfa daher besonders bewährt.
Da Alfalfa Eiweißbausteine enthält, die den menschlichen Schilddrüsenhormone ähneln, kann sein Verzehr Schilddrüsenerkrankungen prophylaktisch entgegensteuern.

Bakterien- und Pilzhemmung
Saponine sind stark antibiotisch und hemmen das Bakterien- und Pilzwachstum. Ihre Bedeutung für die Pflanze liegt unter anderem darin, diese vor Pilz- und Parasitenbefall zu schützen.

Entzündungslinderung

Die Saponine des Alfalfas haben mit Cortison vergleichbare Effekte. Substanzen, die verantwortlich sind für entzündliche Erkrankungen (z.B. Gicht, Arthritis) werden gebunden und mit ihrer Hilfe aus dem Körper geschieden. Bei degenerativen Gelenkerkrankungen kann eine deutliche Besserung der Beweglichkeit durch Abschwellen und Entzündungsminderung sowie Schmerzlinderung erzielt werden.

Blutzucker- und Gewichtskontrolle
Aufgrund der enthaltenen Saponine ist nach der Einnahme von Alfalfa-Extrakt eine leichte Senkung des Blutzuckerspiegels resp. ein langsamerer Anstieg festzustellen. Diabetiker profitieren daher besonders vom Verzehr. Alfalfa steigert zudem das Sättigungsgefühl und unterstützt die Gewichtskontrolle.

Immunsteigerung
Die Inhaltsstoffe des Alfalfas, Saponine, Flavonoide und weitere Pflanzenstoffe und Enzyme, stärken die Körperabwehr und verbessern die Sauerstoffaufnahme des Blutes. Gegenstand derzeitiger Untersuchungen ist, inwieweit Alfalfa-Extrakt zudem zur Verbesserung der Immunantwort auf Impfungen beitragen kann.

Wirkstoffe
Die wichtigsten Inhaltstoffe des Alfalfas sind

– alle essentielle Aminosäuren
– Sekundäre Pflanzenstoffe: Saponine, Flavonoide, Isoflavonoide, Coumestrol u.a.
– Steroide: Beta-Sitosterin, Campesterol, Sigmasterol
– Stanchydrin
– Chlorophyll
– Vitamine: A, C, D, E, K, B1, B2, B3, B5, B6, B12, Biotin und Folsäure
– Mineralien: Calcium, Phosphor, Kalium, Eisen, Zink

Zufuhrempfehlungen und Hinweise

Zufuhrempfehlung
Alfalfa wird in einer täglichen Dosierung von 500 mg empfohlen. Eine hohe Bioverfügbarkeit liefert insbesondere Esterin Alfalfa-Extrakt.

Literaturquellen

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10. Wyk, B.-E., Wink, C., Wink., M.: Handbuch der Arzneipflanzen, Wissenschaftliche Verlaggesellschaft mbH Stuttgart (2004).

 

Weiterführende Quellen:

Apfelessig

Apfelessig ist reich an essentiellen und gesundheitsstärkenden Nährstoffen wie cholesterinsenkenden Pektin, Bioflavonoiden, Tanninen, Vitamin C, B-Vitaminen und Beta-Carotin

Beschreibung

Apfelessig ist ein Naturprodukt, das aus der Fermentation von Apfelwein entsteht. Die verdauungsfördernden, vitalisierenden, abwehrsteigernden und stoffwechselaktivierenden Wirkungen sind die bekanntesten von einer längeren Liste an physiologischen Eigenschaften, die inzwischen auch wissenschaftlich nachgewiesen sind.
Interessant: Der Arzt Hippokrates wandte bereits 400 v. Chr. die Naturmedizin Apfelessig bei verschiedensten Indikationen seiner Patienten an.

Anwendungsbereiche und Wirkungen

Anwendungsbereiche

• Verdauungsförderung
• verbesserte Mineralstoffresorption
• Schutz vor Bakterien und Pilzen
• Förderung der Gewichtsreduktion
• Entsäuerung
• Nährstoffversorgung, Vitalisierung
• Förderung der Blutzuckerkontrolle

Wirkungen

Verdauungsförderung
Die Essigsäure des Apfelessig regt die Bildung und Sekretion von Speichel, Magensäure und den Verdauungssäften der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) an. Diese enthält Enzyme wie Trypsin und Lipasen, die zur Eiweiß – und Fettverdauung dienen. Hierdurch werden Völlegefühle und Blähungen vermindert. Auch bei Verstopfung ist Apfelessig eine bewährt Hilfe, da die Darmaktivität und Ausscheidung angeregt werden.

Resorptionssteigerung
Die enthaltene Zitronensäure verbessert die Calciumresorption und fördert damit eine hohe Knochendichte. Die enthaltenen organischen Säuren können zudem ein saures Milieu im Dünndarm schaffen, wodurch die Resorptionsrate von Mineralstoffen – insbesondere von Eisen – gesteigert wird.

Bakterien- und Pilzhemmung
Aufgrund des hohen Gehaltes an Tannin wirkt Apfelessig prophylaktisch gegen Darmerkrankungen. Die Tannine (Polyphenole = Gerbsäuren) des Apfelessig hemmen zusammen mit der Zitronensäure das Wachstum schädlicher Bakterien im Darm. Zitronensäure unterbindet Fäulnisprozesse. Dadurch beugt Essig Krebserkrankungen im Darm vor.

Gewichtsreduktion

Apfelessig erhöht die Stoffwechselrate und fördert damit besonders die Fettverbrennung. Zudem verringert der hohe Säuregehalt des Apfelessigs das Hungergefühl und den Heißhunger auf Süßigkeiten. Durch die Essigsäure werden verschiedene enzymatische Stoffwechselprozesse der „Fettverbrennung“ (Lipolyse) aktiviert.

Entsäuerung

Essigsäure wird im Stoffwechsel zu Kohlendioxid und Wasser umgewandelt. Da die zurückbleibenden Mineralstoffe des Apfelessigs basisch (alkalisch) wirken, kann Essig einer Übersäuerung entgegensteuern.

Nährstoffversorgung, Vitalisierung
Apfelessig ist vergleichsweise reichhaltig an essentiellen Mikronährstoffen. Er enthält Vitamine, Mineralstoffe (z.B. Kalium, Phosphor, Calcium. Magnesium, Schwefel, Eisen, Fluor und Silizium), die Fruchtsäuren Apfelsäure und Zitronensäure, sekundäre Pflanzenstoffe und dem löslichen Ballaststoff Pektin.

Förderung der Blutzuckerkontrolle
Die Inhaltsstoffe des Apfelessig verlangsamen die Glukoseaufnahme über den Darm und reduzieren damit die Spitzenwerte des Blutzucker- und Insulinspiegels.


Wirkstoffe

Apfelessig ist reich an essentiellen und gesundheitsstärkenden Nährstoffen.

• Pektin, ein löslicher Ballaststoff, senkt schädliche Cholesterinwerte, fördert und unterstützt die Verdauungsfunktion und beugt Entzündungen vor.
• Essigsäure wirkt antibakteriell, hat eine reinigende Wirkung auf Magen und Darm und unterbindet Fäulnisprozesse im Darm.
• Zitronensäure fördert die Calciumresorption (dient dazu das Calcium aus dem Salz freizusetzen) und die Erhaltung der Knochendichte.
• Bioflavonoide, Tannine und Beta-Carotin stärken das Immunsystem und schützen die Zellen vor freien Radikalen
• Vitamine A, B1, B2, B6, B12, C,
• Mineralstoffe Eisen, Natrium, Chlorid, Schwefel, Silizium

Zufuhrempfehlung und Hinweise

Zufuhrempfehlung
Täglich wird ein bis drei Teelöffel Apfelessig oder die entsprechende Menge in Form von konzentrierten Apfelessig-Tabletten empfohlen.

Kombi-Hinweis
Die Ergänzung mit Apfelessig-Tabletten anstelle von flüssigem Apfelessig lohnt sich besonders, wenn diese neben Apfelessigpulver noch konzentriertes Apfelpectin, Apfelfaserstoffe und Zusätze wie Acerola enthalten. Die natürlichen Effekte können hierdurch maximiert werden.

Gegenanzeigen
Keine bekannt.
Apfelessig kann in größeren Mengen abführend wirken und wird bei Durchfall nicht empfohlen.


Literaturquellen

1. Bragg P., Bragg P.: Natürlicher Apfelessig – das Gesundheitselixier. Waldthausen-Verlag. Ritterhude (1996).
2. Eskander, et al.: Biomedical and hormonal aspects of apple vinegar†, Egyptian Journal of Pharmaceutical Sciences, vol. vol. 40, No. 2, pp. 40, Nr. 2, pp. 153-166, Abstract. 153-166. (2001).
3. Haaga E.: Gesunde Kinder mit Apfelessig. Heyne-Verlag, München. (1998).
4. Hellmiß M.: Natürlich heilen mit Apfelssig. Südwest Verla. 7. Auflag, München (1997).
5. Raloff J.: Vinegar as a Sweet Solution? In: Science News, Vol. 167 No. (2005).

 

Weiterführende Quellen:

Wikipedia-Eintrag zu Apfelessig

Knoblauch

Knoblauch (Allium sativum) weitet die Blutgefäße, senkt den Blutdruck und vermindert die Blutfette

Beschreibung

Knoblauch (Allium sativum) zählt zu den Nahrungs-, Gewürz- und Heilpflanzen. In der Naturheilkunde werden die weißen Zehen seit dem Altertum in verschiedenen Kulturen eingesetzt. Schon bei den alten Ägyptern, sowie im Mittel- und Spätmittelalter diente die Kulturpflanze aufgrund ihrer antibiotischen Wirkung zur Bekämpfung von Bakterien, Parasiten und Viren sowie für mehr als 20 verschiedene Erkrankungen, darunter die Pest. Die heutige Bedeutung von Knoblauch in den Industrienationen liegt vor allem in der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Krebsprävention, zudem auch in der Behandlung von Pilzerkrankungen und im allgemeinem Zellschutz. Der in der Heilkunde verwendete Pflanzenteil ist die Knoblauchzehe. Knoblauch wird heute weltweit kultiviert.


Anwendungsbereiche und Wirkungen

Anwendungsbereiche
• Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
– Senken erhöhter Blutfettwerte (Hyperlipidämie), Arteriosklerose
– Senkung erhöhter Blutdruckwerte
– Hemmung der Thrombozyten-Aggregation
• Krebsprävention
• Antioxidative Wirksamkeit
• Bakterien-, Viren- und Pilzhemmung

Senkung erhöhter Blutfettwerte (Hyperlipidämie), Arteriosklerose
Die vorbeugenden sowie behandlungsergänzenden Wirkungen von Knoblauch bei Hyperlipidämie und Arteriosklerose wurden in Studien an Menschen und Tieren nachgewiesen. Gaben mit Knoblauchextrakt führen zur Steigerung der HDL-Konzentration und einer Abnahme des Gesamt- und LDL-Cholesterinspiegels. Gleichzeitig ist eine Senkung der Serum-Lipide (Triglyceride) auszumachen. Verschiedene klinische Studien ergaben, dass Knoblauch-Extrakt Gefäßablagerungen signifikant reduzieren kann. Die Entstehung dieser Ablagerungen, als Plaques bezeichnet, wird durch hohe Cholesterin- und Triglycerid-Werte mitverursacht. Die Cholesterin- und Fett-Ablagerungen zerstören die Gefäßinnenwände (Arteriosklerose), blockieren zunehmend die Gefäße und führen zu Durchblutungsstörungen bis hin zu lebensbedrohlichen Gefäßverschlüssen.

Senkung erhöhter Blutdruckwerte

Schwefelhaltigen Peptide im Knoblauch führen über einen längeren Zeitraum über den so genannten vasodilatorischen, heißt gefäßerweiternden, Effekt zu einer Blutdrucksenkung von 10 Millimeter Quecksilber.

Hemmung der Thrombozyten-Aggregation

Die in Knoblauch enthaltenen Schwefelverbindungen haben blutverdünnende Effekte. Sie blockieren ein Enzym namens Cyclooxygenase und verhindern so das Verklumpen der Blutplättchen (Thrombozyten-Aggregation). Die fibrinolytische (Gerinnsel lösende) Aktivität wird gesteigert und die Blutgerinnungsphase verlängert.

Krebsprävention

Knoblauch reduziert das Risiko für die Entwicklung von Brust, Prostata-, Kehlkopf-, Rachen- sowie Magen- und Darm-Krebs, ergaben mehrere klinische Untersuchungen. Die Schwefelsäuren des Knoblauchs hemmen die Bildung von krebserregenden Stoffen, den so genannten Nitrosaminen, die während des Verdauungsprozesses gebildet werden. Zudem sind die antioxidativen Inhaltsstoffe im Knoblauch in der Lage, die Zellschädigungen, die durch krebsverursachende freie Radikale entstehen, wirksam zu unterbinden.

Antioxidative Wirksamkeit

Knoblauch, genauer die enthaltenen bioaktiven Pflanzenstoffe wie Sulfide, besitzen eine stark antioxidative Wirkung. Antioxidantien schützen den Körper vor schädlichen Freien Radikalen. Freie Radikale entstehen ganz natürlich im Körper (als Nebenprodukte des Stoffwechsels) und werden über die Umwelt (UV-Licht, Rauchen, Luftverschmutzung) aufgenommen. Freie Radikale können die Zellmembranen schädigen, interagieren mit genetischem Material und tragen stark zum Alterungsprozess bei. Auch fördern sie die Entwicklung von degenerativen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz und Krebs.

Bakterien-, Viren- und Pilzhemmung

Die antibakteriellen und antimykotischen (pilzhemmenden) Effekte und seine Rolle bei der Abwehr von Infektionen sind die ältesten bekannten Wirkungen des Knoblauchs. Auch hier sind es Schwefelverbindungen (Sulfide), die Mikroorganismen wie Viren, Bakterien, Parasiten und Pilze hemmen, indem sie mit deren Enzymen und Rezeptoren reagieren und sie dadurch unschädlich machen.


Wirkstoffe

Die Knoblauchzwiebel enthält besonders reichlich (4 Prozent des Frischgewichts) Schwefelverbindungen (Sekundäre Pflanzenstoffe) vor allem Alliin und Derivate des Gamma-Glutamylcysteins. Alliin wird beim Verkleinern der Zellen zu Verbindungen abgebaut und die eigentlichen Wirkstoffe, Vinyldithiin, Thiosulfinate, Allicin und weitere Folgeprodukte gebildet. Weiter liefert Knoblauch Fructane, Aminosäuren, Mineralstoffe und Vitamin C.

Zufuhrempfehlung und Einnahmehinweise

Zufuhrempfehlung
Nahrungsergänzungspräparate mit Knoblauch-Extrakt sind zum Dauerverzehr geeignet.
Die Zufuhrempfehlung richtet sich nach der Präparatform: Knoblauchöl-Mazerate, eine sehr gut verwertbare Form, wird täglich in Mengen zwischen 1.500 und 4.000 mg empfohlen. Präparate mit standardisierter Vinyldithiin-Konzentration sollten bevorzugt werden, sie garantieren den nötigen Gehalt des wichtigen Vinyldithiins.

Gegenanzeigen

• Nicht geeignet bei Allergie auf Knoblauch.
• Knoblauch kann die Wirkung von blutverdünnenden Medikamenten verstärken.
• Bei behandlungsbedürftigen Erkrankungen, der Einnahme von Medikamenten und in der Schwangerschaft und Stillzeit ist zudem mit dem behandelnden Arzt Rücksprache zu halten.

Einnahmehinweise
Ergänzungen aus geruchlosem Knoblauchöl-Mazerat haben den Vorteil, dass unerwünschter Knoblauchatem vermieden wird.


Literaturquellen

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Weiterführende Quellen:

Wikipedia-Eintrag zu Knoblauch

Knoblauch-Artikel auf Vitaminwiki.net

 

 

Schwarzkümmelöl

Öl des Schwarzkümmels (Nigella sativa) kann in Kapseln konzentriert aufgenommen werden

Beschreibung

Der Schwarzkümmel (Nigella sativa) gehört mit zu den ältesten schriftlich überlieferten Heilpflanzen. Das kaltgepresste Samenöl des Schwarzkümmels wird traditionell in der Naturheilkunde und zunehmend auch in der konventionellen Schulmedizin eingesetzt. Das Zusammenwirken von ungesättigten (Omega-3- und Omega-6-)Fettsäuren und ätherischen Ölen bedingt die Anwendung zur Regulierung von immunologischen Überreaktionen, bei Allergien, Autoimmun- und Bronchialerkrankungen.
Das spezielle Fettsäuremuster des Samenöls sowie speziell die Gamma-Linolensäure lösen im Körper die Bildung bestimmter Gewebshormone, der Prostaglandine (PGE), aus. PGE1 stabilisiert die Zellmembranen, wirkt harmonisierend auf das Immunsystem und hemmt die Freisetzung allergischer und Entzündungen auslösender (inflammatorischer) Mittlerstoffe. Ein Vorteil von ungesättigten Fettsäuren ist, dass sie nicht nur lokal wirken, sondern im ganzen Körper Entzündungsprozesse hemmen.

Die höchste Qualität wurde bei kaltgepresstem (nativem) Öl aus Ägypten gefunden, da dort die idealen Klima- und Anbaubedingungen vorliegen.


Wirkungen und Anwendungsbereiche


Wirkungen

Die wichtigsten Eigenschaften des Schwarzkümmelöls:
– immunregulierend
– entzündungshemmend (anti-inflammatorisch)
– schmerzstillend
– antithrombotisch (hemmt Verstopfung von Blutgefäßen durch Gerinnsel)
– krampflösend
– sekretlösend
– bronchienerweiternd
– antibakteriell

Anwendungsbereiche
• Allergien, Überreaktionen des Immunsystems und Entzündungen
• Bronchialerkrankungen
• Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte)
• Fettstoffwechsel, Senkung der Blutfettwerte
• Blutzuckerkontrolle

Äußerliche Anwendung
• Entzündungen
• Prellungen
• Störungen der Hautfunktion
– Hautpilz
– Neurodermitis
– Akne

Allergien, Überreaktionen des Immunsystems und Entzündungen
Treten allergische Symptome auf, ist die Bildung der Prostaglandine (Reglerstoffe) mit den Namen PGE1 und PGE2 aus Gamma-Linolensäure und Arachidonsäure gestört. In der Folge finden überschießende Immunreaktionen gegenüber bestimmten, eigentlich harmlosen Substanzen, mit unterschiedlichen Symptomen z.B. Atemwegsbeschwerden oder Hautrötungen statt. Der hohe Gehalt an Gamma-Linolen- und Linolsäure in Schwarzkümmelöl hemmt die Freisetzung allergischer Mediatoren und die Produktion eines bestimmten Enzyms (5-Lipoxygenase), das an der Bildung von Leukotrienen beteiligt ist. So wird die allergische überschießende humorale Immunreaktion der Zellen stabilisiert.

Bronchialerkrankungen
Aufgrund seiner sekretlösenden Eigenschaft findet das ägyptische Schwarzkümmelöl bei Bronchialerkrankungen Anwendung. Ätherische Wirkstoffe wie das Nigellon wirken gefäßerweiternd, entkrampfen die Bronchien und lösen zähe Sekrete. Asthmatiker erreichen hierdurch mehr Lungenvolumen und das Abhusten von zähem Schleim (Sekretauswurf) wird erleichtert.

Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte)

Die entzündungslindernde Wirksamkeit begründet die Anwendung von Schwarzkümmelöl als Komplementärbehandlung bei Neurodermitis und Psoriasis. Es kann sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet werden, unterstützt den Heilungsprozess entzündeter Hautstellen und lindert den Juckreiz.

Senkung der Blutfettwerte
Ägyptisches Schwarzkümmel wird seit jeher begleitend zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen eingesetzt. Die Effekte konnten heutzutage wissenschaftlich belegt werden. Die enthaltenen Nigellamine senken den Triglycerid-Gehalt im Blut. Studien zeigten eine Vergleichbarkeit mit dem Lipidsenker Clofibrat.

Blutzuckerkontrolle
Schwarzkümmelöl fördert die Freisetzung von Insulin, das die Glucosekonzentration im Blut reguliert. Schwarzkümmelöl wirkt zudem auch hier harmonisierend: Die Neutralisierung toxischer Belastungen des Organismus senkt auch den Blutzuckerspiegel.

Wirkstoffe

Das ägyptische Schwarzkümmelöl enthält mehr als 100 verschiedene Wirkstoffe. Am physiologisch interessantesten sind die mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die zusammen mit weiteren Ölfraktionen vorliegen, sowie die ätherischen Öle (0,5 bis 2 Prozent), die für den intensiven Geruch und Geschmack verantwortlich sind. Wesentliche Einzelwirkstoffe des Schwarzkümmelöls sind der Bitterstoff Nigellin und das Saponin Melanthin wobei die Kombination aller Inhaltsstoffe die hohe Wirksamkeit des Samenöls ausmacht.
Die Samen des Schwarzkümmelöls bestehen aus:
• 38 % Kohlenhydrate
• 35 % Fette (fette Öle wie Linolsäure, alpha-Linolensäure, Stearinsäure; ätherische Öle wie Kampfer, Nigellidin, Nigellin, Nigellimin-N-oxid, Thymol;)
• 21 % Proteine
• 6 % andere Bestandteile (Mineralstoffe wie Calcium Eisen, Kalium; Gerbstoffe/Saponine wie Melanthin, Hederagenin, Hederidin)

Zufuhrempfehlung und Einnahmehinweise

Zufuhrempfehlung
Innerlich angewendet werden täglich 1.000 bis 1.500 mg (Kapseln) oder 5 bis 10 ml reines Schwarzkümmelöl empfohlen, das zu den Mahlzeiten eingenommen wird.

Gegenanzeigen
Bei behandlungsbedürftigen Erkrankungen, der Einnahme von Medikamenten und in der Schwangerschaft und Stillzeit ist mit dem behandelnden Arzt Rücksprache zu halten.

Hinweise zur Einnahme

• Wichtig – Qualität!
Für hohe Qualität sollten Präparate aus dem nativen, kaltgepressten, ägyptischen Schwarzkümmelöl (Nigella sativa) gewählt werden. (Am Markt auch erhältlich sind weiterer Schwarzkümmelöl-Arten, die keine Wirkung als Heilpflanze haben sowie auch chemisch-hergestellte Präparate. Diese dürfen sich nicht Nigella sativa nennen.
• Schwarzkümmelöl ist als Nahrungsergänzung in Kapselform oder als Öl zur äußerlichen Anwendung geeignet.

Literaturquellen

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22. Schleicher, P., Bannasch, L.: Allergiebehandlung mit immunologischen wirksamen Pflanzensamenöl (Schwarzkümmelöl). Naturheilpraxis 48, Nr. 3 (1995) Sonderdruck.
23. Schleicher, P., Saleh, M.: Natürlich heilen mit Schwarzkümmel. Südwest Verlag, München, 7. Aufl. 1997.
24. Troyer, K.-H.:, Bible Workshop ‘96. Christl. Verlagsgesellschaft Dillenburg 1996.
25. Ulmer: Bio-Regulatoren. Schwarzkümmelöl, Hagebuttenöl. Tuninge 2000.
26. Wolf, J.: Mikro-Dünnschichtchromatographie, Schwarzkümmel.Pharm. Ztg. 143, Nr. 28 (1998) 2408.

 

Weiterführende Quellen:

Wikipedia-Eintrag zu Schwarzkümmel

Schwarzkümmelöl-Artikel auf Vitaminwiki.net

 

COLOSTRUM

Wunder Immunsystem: Geschützt mit Colostrum

Beschreibung

Colostrum ist die Erstmilch, die neugeborene Menschen und Säugetiere unmittelbar nach der Geburt (in den ersten 24 Stunden) erhalten. Die Erstmilch schützt das Neugeborene vor Infektionen und versorgt es mit allen Stoffen, die zum Aufbau von Körpersystemen, einem ausgewogenem Zellstoffwechsel und Wachstum erforderlich sind.
Colostrum ist außergewöhnlich reich an Immunfaktoren, Immunglobulinen (Antikörper), , Enzymen, essentiellen Aminosäuren, Vitaminen, Mineralstoffen und Wachstumsfaktoren. Aufgrund der Reichhaltigkeit an Schutz- und Stärkungsstoffen wird speziell Colostrum von Kühen als Nahrungsergänzung zur Kräftigung des Körpers eingesetzt. Die Erstmilch von Kühen enthält das Vierfache an Immunglobulinen des menschlichen Colostrums und ist für jeden Säuger, einschließlich Mensch, geeignet.
Anwendungsbereiche und Wirkungen

Anwendungsbereiche
Colostrum unterstützt und aktiviert das Immunsystem. Es steigert die Energie, Kraft und Ausdauer des Körpers und steuert Erschöpfungszuständen entgegen. So genannte Wachstumsfaktoren beeinflussen den Zellstoffwechsel und die Zellerneuerung.
Colostrum wird eingesetzt

• als Immunstimulans
• als Tonikum (Kräftigungsmittel)
• zur Ausreifung einer gesunden Darmschleimhaut
• zur Bekämpfung von Bakterien- und Pilzinfektionen

Wirkungen

Immunstimulans
Durch den hohen Gehalt an Immunglobulinen werden die körpereigenen Abwehrkräfte signifikant gestärkt. Immunglobuline sind Antikörper, die im Körper Viren, Bakterien und andere Fremdkörper unschädlich machen. Bestimmte Typen an Immunglobulinen sind hochkonzentriert nur in der Erstmilch von Kühen enthalten. Die enthaltenen Leukozyten (weiße Blutkörperchen) sind für die Bildung von Antikörpern zuständig und damit ebenfalls
zentral an der Immunabwehr beteiligt.

Ausreifung der Darmschleimhaut
Das synergistische Zusammenarbeiten von Wachstumsfaktoren regt gleichzeitig die Ausreifung der Darmmukosa (Darmschleimhaut) und damit des größten Immunorgan des Körpers an. Die Wachstumsfaktoren aktivieren den Zellstoffwechsel, das Zellwachstum und die Zellerneuerung.

Tonikum
Colostrum erhöht die Kraft-, Energie- und Ausdauerreserven des Körpers. Ebenfalls wird eine verbesserte Bildung von Muskelmasse in Wachstumsphasen gewährleistet.

Regulierung von Immunreaktionen
Das Hormon PRP (Prolinreiche Polypeptide) besitzt eine immunregulierende Wirksamkeit im Bereich der Thymusdrüse. Überreaktionen des Immunsystems werden zurückgeschraubt resp. bei Immunschwäche wird das Immunsystem stimuliert. PRP wirkt der Entstehung von Allergien und Autoimmunerkrankungen (Reaktionen gegen körpereigene Organe) entgegen z.B. Rheumatische Arthritis und Multiple Sklerose.

Eisentransport
Das Eiweiß Laktoferrin wird zum Transport von Eisen in den roten Blutkörperchen benötigt und stärkt damit die Immunabwehr.

Wirkstoffe
Neben Enzymen (Lysozyme und Laktatperoxidase), Wachstumsfaktoren, Mineralstoffen und Vitaminen enthält Colostrum mindestens 20 % Immunglobuline, Laktoferrin, das Hormon PRP (= prolinreiche Polypeptide), Leukozyten, Laktoglobuline sowie weitere Abwehrkomponenten.
Zufuhrempfehlungen und Hinweise

Zufuhrempfehlung
Täglich werden 600 bis 800 mg Colostrum empfohlen.

Gegenanzeigen
Colostrum ist für Menschen mit Laktoseintoleranz aufgrund der enthaltenen Laktose (Milchzucker) nicht geeignet.
Literaturquellen

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Weiterführende Quellen:

Wikipedia-Beitrag zu Colostrum

Colostrum-Artikel auf Vitaminwiki.net