Aminosäure Leucin verbessert Proteinsynthese und bremst Muskelabbau bei Senioren

Der Muskel ist eine Stoffwechselfabrik: Aminosäuren kurbeln den Muskelstoffwechsel an. Um den Abbau der Muskaulatur im höheren Lebensalter zu vermindern, ist es wichtig, die Muskeln auf „Trapp zu halten“ und mit zusätzlichen Aminosäuren den Muskelaufbau zu unterstützen.

Der Muskel ist eine Stoffwechselfabrik: Aminosäuren kurbeln den Muskelstoffwechsel an. Um den Abbau der Muskulatur im höheren Lebensalter zu vermindern, ist es wichtig, die Muskeln auf „Trapp zu halten“ und mit zusätzlichen Aminosäuren den Muskelaufbau zu unterstützen.

Die Aminosäure Leucin kann älteren Menschen helfen, den Muskelabbau bei proteinarmer Ernährung zu vermindern. Diese Erkenntnis erbrachte eine Studie der University of Texas Medical Branch und der University of Central Florida, die aktuell in der Fachzeitschrift Clinical Nutrition veröffentlicht wurde.

Das wissenschaftliche Team unter der Leitung von Dr. Douglas Paddon-Jones untersuchte acht gesunde Senioren im Durchschnittsalter von 68 Jahren auf den möglichen Effekt einer Leucin-Ergänzung auf die Muskelsynthese. Weiterlesen

Vitamin D kann Sterblichkeitsrisiko senken

Das „Sonnen-Vitamin D“ kann die Sterblichkeit verringern – liegt jedoch in weiten Teilen der Bevölkerung in unzureichenden Mengen vor. Wissenschaftler empfehlen allen Erwachsenen in Mittel- und Nordeuropa mindestens in der Zeitspanne von Oktober bis März, Vitamin D3 (Cholecalcifol) in Form von mittelhoch dosierter Nahrungsergänzung einzunehmen.

Eine erhöhte Vitamin-D-Konzentration im Blut scheint das Mortalitätsrisiko in der allgemeinen Bevölkerung signifikant herabzusetzen. Dieses Ergebnis lieferte eine aktuell im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichte Meta-Studie (Auswertung aller verfügbaren Studien) von einem Team renommierter Spezialisten der Vitamin-D-Forschung verschiedener europäischer Länder.

Die Forscher werteten in ihrer Übersichtsarbeit die Daten aus 14 prospektiven Langzeitstudien (Kohortenstudien) mit insgesamt 62.548 Teilnehmern und 5.562 Todesfällen aus. Dabei wurde überprüft, ob und inwieweit ein geringer Status an Vitamin D das Sterblichkeitsrisiko, also das Risiko für vorzeitige Todesfälle, erhöht. Die Auswertung der Untersuchungen zeigte, dass ein Anstieg der Serumkonzentration an Vitamin D (25-Hydroxy-Vitamin-D) mit einem Absenken der Sterblichkeitskurve verbunden war. Weiterlesen

Vitamin D senkt Risiko für Überlastungsbrüche bei jungen Mädchen

Junge Mädchen in Europa weisen häufig ein bedenkliches Defizit an Vitamin D auf. Grund ist der Mangel an Sonnenlicht sowie eine geringe Aufnahme an Vitamin D über die tägliche Nahrung. Zu niedrige Vitamin-D-Spiegel beeinträchtigen jedoch die Knochenresistenz.

Eine angemessene Aufnahme an Vitamin D kann das Risiko für Ermüdungsfrakturen bei heranwachsenden Mädchen signifikant reduzieren. Dies ergab eine neue im Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine publizierte US-amerikanische Studie.

Die Untersuchung hatte zum Ziel, die Einflussfaktoren der Ernährungsweise auf das Auftreten von Überlastungsbrüchen zu identifizieren. Dafür analysierten die in Boston ansässigen Forscher Daten von 6.712 vorpubertären oder adoleszenten jungen Mädchen im Alter von 9 bis 15 Jahren, die an der Growing Up Today Study teilnahmen. Über sieben Jahre hinweg wurden die Vitamin-D- und Calcium-Aufnahme sowie die Zufuhr von Milchprodukten beobachtet. Ebenfalls wurde das Auftreten von Stressfrakturen während dieser Phase dokumentiert. Die Auswertungen der Studie erbrachten, dass die Mädchen mit der im Durchschnitt höchsten Zufuhr an Vitamin D ein um 51 Prozent gingeres Risiko aufwiesen, Stressfrakturen zu erleiden, als die Mädchen mit der durchschnittlich niedrigsten Vitamin-D-Aufnahme. Insgesamt erlitten 3,9 Prozent der Mädchen eine Stressfraktur. Die Wissenschaftler stellten jedoch keine signifikante Relation zwischen dem Auftreten von Ermüdungsbrüchen und dem Konsum von Milchprodukten fest. Diese Ergebnisse bestätigen die aktuell vom Institute of Medicine empfohlene Erhöhung der Zufuhrempfehlung für Vitamin D bei Jugendlichen von 400 auf 600 Internationale Einheiten (IE) pro Tag.

Überlastungsbrüche sind häufig vorkommende sportbezogenen Verletzungen, die auftreten, wenn zu hohe Spannungen auf einen Knochen mit zu geringer Kochendichte treffen. “Angesichts des begrenzten Wissens über die Einflussfaktoren, die das Auftreten eines Ermüdungsbruch bei jungen Mädchen begünstigen, liefert die Studie wichtige Informationen zu den Ernährungsfaktoren in der Prävention”, äußert sich Studienleiter Dr. Sonneville und seine Mitarbeiter.

Vitamin D bezieht sich auf zwei biologisch inaktive Vorstufen: Vitamin D3 (Cholecalciferol) und Vitamin D2 (Ergocalciferol). Beide D3- und D2-Vorstufen werden in der Leber zu 25-Hydroxy-Vitamin D umgewandelt, seine inaktive Lagerungsform, und bei Bedarf in seine aktive Form umgebildet. Vitamin D-Mangel bei Erwachsenen ist mit Osteopenie, Osteoporose, Frakturen, Muskelschwäche, häufigen Krebserkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Infektionskrankheiten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert.

Quelle: Sonneville K. R. et al.: Vitamin D, calcium, and dairy intakes and stress fractures among female adolescents. Arch Pediatr Adolesc Med. Published online, doi:10.1001/archpediatrics.2012.5

Weiterführende Quelle: Wikipedia-Eintrag zu Ermüdungsfraktur

Omega-3-reiche Fischöl-Ergänzung steigert Traingseffekt von Muskeltraining bei Seniorinnen

Körperlich fit auch im höheren Alter: Hochdosierte Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl stärken die Muskelfaserzellen und erhöhen die weibliche Muskelkraft

Mit steigendem Lebensalter sinken naturgemäß bereits ab dem 40. Lebensjahr (beginnend schon ab dem 30. Lebensjahr) die Muskelkraft und körperliche Leistungsfähigkeit. Durch ein regelmäßiges Kraft- und Ausdauer-Training kann dieser natürliche Leistungsabbau verringert, zumindest deutlich verlangsamt, werden.Eine neue klinische Studie weist zudem darauf hin, dass die trainingsbegleitende Einnahme von Fischöl aufgrund seines hohen Gehaltes an Omega-3-Fettsäuren einen wesentlichen Beitrag zugunsten des Zellstoffwechsels leisten kann: Omega-3-Fettsäuren besitzen einen äußerst positiven Einfluss auf die Plasmamembranen der Muskelzellen und damit auf die Zellfunktionen der Muskelfasern, was sich vorteilhaft auf den Trainingseffekt auswirkt.

Ziel der wissenschaftlichen Studie der Paraná Federal Universität (Paraná, Brasilien) war es, die langfristigen Wirkungen einer Ergänzung mit Omega-3-Fettsäuren in Form von Fischöl auf die Effekte von Krafttraining auf das neuromuskuläre System (Muskelkraft und funktionelle Leistungskapazität) bei Frauen im höheren Lebensalter zu untersuchen.

Die 45 Seniorinnen (Alter 64 +/- 1,4 Jahre) wurden dabei nach dem Zufallsprinzip in 3 Gruppen unterteilt: Eine Gruppe führte über 90 Tage ein gezieltes Krafttraining durch, während die anderen beiden Gruppen ergänzend zum Krafttraining eine Ergänzung mit Fischöl für 90 Tage (Gruppe 2) oder für 150 Tage (Gruppe 3) erhielten. Vor und nach der Durchführungszeit wurden sowohl Muskelkraft als auch funktionelle Leistungskapazität beurteilt.

Ergebnis der Untersuchung:Leistungsparameter wie das maximale Drehmoment für alle Muskeln (Kniebeuger, Strecker) wurden bei allen Probanden erhöht. Jedoch war der Trainingseffekt bei den Probanden mit Fischöl-Ergänzung signifikant größer.
Zusammenfassung: Krafttraining erhöht die Muskelkraft bei älteren Frauen. Durch Einbeziehung einer Fischöl-Supplementierung können die Effekte bezüglich Muskelkraft und funktionellen Kapazität signifikant gesteigert werden.

 

Quelle: Paraná Federal University, Setor de Ciências Biológicas, Curitiba, Paraná, Brazil (CLNR, ALFR, KN, IC, DP, and LCF), and Positivo University, Nucleus of Biological and Health Science, Curitiba, Paraná, Brazil (CLNR and GP): Fish-oil supplementation enhances the effects of strength training in elderly women.

 

Weiterführende Quellen: Wikipedia-Eintrag zu Omega-3-Fettsäuren